Das Geheimnis der Maya

Seit 10 Jahren werden jährlich bis zu 40 Kinder in den Sommerferien während einer Mottowoche betreut (in einigen Jahren waren es sogar 80 Kinder). Angefangen hatte es 2007 mit einer Piratenwoche im Gemeindehaus der Alt-Rahlstedter Kirche, gefolgt von einer Ritterwoche (2008) und einer Wild West Woche (2009).

Mit der vierten Kinderferienwoche 2010 gab es die ersten Änderungen. Zum einen wurde mit den Reisen des Odysseus zum ersten Mal eine Geschichte erzählt, es baute der aktuelle Tag auf den Vortag auf. Und zum ersten Mal fand die Mottowoche zweimal statt. Erst wie gewohnt in Alt-Rahlstedt, dann vier Wochen später noch einmal an der Martinskirche. Beide Änderungen wurden auch mit Robin Hood (2011) und den 40 Fragezeichen (2012) beibehalten.

Mit der siebten Kinderferienwoche Märchenkinder entschied das Team 2013 aufgrund des vielseitigeren Raumangebots, die Woche nur noch an der Martinskirche stattfinden zu lassen. Es folgten Mit dem Zirkus um die Welt (2014) und die Wikinger (2015). Zum diesjährigen zehnten Geburtstag der Kinderferienwoche entschlüsselten die Kinder erfolgreich Das Geheimnis der Maya.

Bereits im Dezember 2015 begann das Team sich gedanklich durch dichten südamerikanischen Dschungel zu kämpfen. Der Ansatz war, mit den Kindern als Entdecker das Geheimnis zu lösen. Im März wurde dieser Ansatz komplett umgestoßen, nun sollten die Kinder selbst zu Mayas werden und dem Rätsel der Vorfahren auf den Grund gehen.



Viele Stunden Planung gipfelten schließlich in den "Aufbau-Samstag", der Tag, an dem Kirche und Gemeindehaus dekoriert werden. Dann wird das Material sortiert und bereit gestellt, Listen ein letztes Mal geprüft und die Küche auf den Ansturm von 60 hungrigen Mäulern vorbereitet.



Am 25. Juli war es dann soweit: 40 Kinder und 20 Teammitglieder fieberten dem Beginn der Ferienwoche entgegen. Während die einen sich fragten, was sie wohl die nächsten fünf Tage erwarten würde, hofften die anderen, das ihre vielen Ideen auch funktionieren.



Der erste Tag stand ganz im Zeichen des gegenseitigen Kennenlernens und dem Basteln der Ausrüstung. So wurden die Gruppen-T-Shirts bemalt, Macheten, Kopfschmuck, Muschelketten und Trommeln gebastelt, Ponchos eingefärbt und Kressesamen ausgebracht.



Am nächsten Tag war eine große Expedition geplant. Tief im Herzen des Dschungels sollen Hilfsmittel versteckt sein, um die Maya-Botschaft zu entschlüsseln. Gut ausgerüstet kämpften sich die Mini-Maya tief in den Wehlbrook, zum Glück hatten sie ihre Macheten dabei, und folgten den geheimen Zeichen ihrer Vorfahren. Tatsächlich fanden sich in den Ruinen eines vor langer Zeit untergegangen Spielplatzes die sagenumwobenen Hilfsmittel. So konnte nach der glücklichen Heimkehr ein Teil der Botschaft entschlüsselt werden.



Der Mittwoch begann mit einer Schreckensnachricht: den Mini-Maya waren die Lebensmittel ausgegangen, eine furchtbare Hungersnot drohte. Lediglich 40 kleine, hart gekochte, Eier waren noch übrig. Die Küchen-Schamanin hatte von einem weit entfernten Handelsplatz gehört. Sie schlug vor, dort die Eier gegen nahrhaftere Lebensmittel zu tauschen.



Der Vorschlag entpuppte sich als eine gute Idee. Nach der entbehrungsreichen Wanderung trafen die Mini-Maya auf ein eigenartiges Völkchen. Offenbar konnten diese Menschen sich nur schreiend verständigen, sie waren dabei aber immer freundlich und hilfsbereit. Innerhalb kürzester Zeit konnten die Eier in Obst, Gemüse, Wurst, Käse und Brot getauscht werden. Manch einer dieser seltsamen Eingeborenen tauschte sogar bis zu zehn Eier ein. Hoch zufrieden machten die Mini-Maya sich auf den Rückweg, hatten sie den drohenden Hungertod gerade noch abgewendet.



(Ein besonderer Dank an die Marktbeschicker des Rahlstedter Wochenmarktes, die unser Spiel so unvorbereitet mitgemacht haben. Danke)

Die Mini-Maya hatten aus der Not aber auch etwas gelernt. Den Rest des Tages fertigten sie aus Speckstein Handelsgüter, damit ihnen so etwas nicht wieder passieren konnte.



Am vierten Tag konnten sich die Mini-Maya wieder der Lösung des Geheimnisses widmen. Schwierige, manchmal sogar lebensgefährliche Prüfungen galt es zu bestehen, um weitere Schlüssel für die Botschaft zu finden. Da musste ein reißender Fluss überquert werden (Kistenlauf) oder an einer bösartigen, aber schlafenden Spinne (Glöckchen) vorbei geschlichen werden, ohne diese zu wecken. Es wurde Gold gewaschen, eine baufällige Hängebrücke überwunden, Gebeine ausgegraben und eine geheime Schatzkammer aus purem Gold entdeckt.



Und natürlich wurde auch die geheime Botschaft endlich entschlüsselt. Wie sie lautet? Das haben die meisten schon wieder vergessen, und eigentlich war das auch nicht wichtig. Das Lösen des Rätsel lieferte nur den Grund, am nächsten Tag ein großes Fest zu feiern.



Am letzen Tag bereiteten die Mini-Maya die Feier vor. Es wurde Dekoration gebastelt, Tänze einstudiert, eine Kampfsimulation und Musik geübt, eine Modenschau und Lieder vorbereitet. Es gab viel zu tun, den schließlich waren auch die Vorfahren der Mini-Maya zu dem Fest eingeladen. Da musste alles perfekt sein.

Das war es dann auch.



Für das Team war die Kinderferienwoche noch nicht ganz zu Ende. Bevor es daran ging, Kirche und Gemeindehaus in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen, entspannte man sich traditionell mit einer fulminanten Wasserschlacht. Woher die Energie für dieses Gemetzel kommt, wird eines der großen Geheimnisse der Menschheit bleiben. Auch das abschließende gemeinsamen Grillen ist eine liebgewonnene Tradition. Neben der Einnahme des mit reichlich Röstaromen versehenen Grillgutes ließ das Team die Woche Revue passieren.



Ein paar Dinge funktionierten nicht so gut, was aber außer dem Team niemand gemerkt hatte. Anderes lief besser als erwartet. Keiner hatte Hunger oder Durst gelitten und die schlimmste Verletzung war ein verstauchter Fuß (die junge Dame wollte aber auf gar keinem Fall abgeholt werden und somit etwas verpassen). Alle anderen Verwundungen, wie sie bei lebensgefährlichen Prüfungen nun einmal auftreten, konnten mit Kühlpacks und Trost-Bonbons geheilt werden.

Fazit:
Diese Woche war nicht alle Tage,
wir kommen wieder, keine Frage.

 

Hier noch ein paar Stimmen zur MAYA-Woche,

über die wir uns sehr gefreut haben

ˮ Hallo ….

Etwas verspätet noch ein großes Dankeschön für Sie und das Team für eine wundervolle Woche. Wir sind beeindruckt von all den tollen Dingen, die die Kinder erlebt haben. [Unser Kind] war begeistert und wird bestimmt nächstes Jahr wieder dabei sein.

Viele Grüße von …

* * *

Guten Tag,

Vielen Dank für die schöne Zeit für meine Tochter. Grüße … ˮ

* * *

ˮ Hallo,

Sie und das Team, können sehr stolz auf die hervorragende Arbeit sein, die geleistet worden ist. Vielen Dank!! [Unser Kind] war sehr zufrieden und ich hoffe, dass er nicht zu viel Ärger gemacht hat.

Ich wünsche Ihnen und dem Team einen sonnigen und entspannten Sommer!

Viele Grüße Familie …

* * *

ˮ Hallo …, Nochmal ein Dankeschön an Sie und das Team für die tolle Woche. [Unser Kind] wäre sehr traurig gewesen, wenn ich sie abgeholt hätte. Sie wollte unbedingt bleiben. Mehr Lob braucht es nicht (-:
Viele Grüße, …